2025 war das Jahr, in dem der 80 jährigen Freiheit nach dem 2 Weltkrieg gedacht wurde. Der Kleinprojektefonds Interreg Deutschland-Nederland sowie die Euregio Rhein-Waal selbst haben in den Jahren 2024-2025 eine hohe Anzahl an Initiativen aus ihrem Arbeitsgebiet heraus zu diesem Thema unterstützt.
Dabei konnten innerhalb des Kleinprojektefonds Interreg Deutschland-Nederland der Euregio Rhein Waal 24 Mini- und 8 Kleinprojekte gefördert werden. Darüber hinaus hat die Euregio Rhein-Waal mit eigenen Mittel noch 36 Projekte unterstützt.
Zur Veranschaulichung dienen die folgenden Beispiele:
Eine jährliche Gedenkfeier erinnerte an die Rheinlandoffensive, die in der Grenzregion schwere Zerstörungen verursachte und viele Bewohner zur Flucht zwang, zugleich aber den Beginn des Kriegsendes markierte. Nach der Rückkehr im Frühjahr 1945 wurde der gemeinsame Wiederaufbau aufgenommen, wobei sich die früheren Feindseligkeiten zwischen niederländischer und deutscher Bevölkerung schnell legten, anders als in anderen Teilen der Niederlande. An der Gedenkfeier nahmen internationale Gäste aus Kanada, England und den USA sowie Vertreter deutscher Grenzgemeinden teil. Die Bevölkerung wurde über lokale Zeitungen informiert, und Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Grundschule Adelbrecht/Windekind wurden im Vorfeld thematisch vorbereitet und aktiv in die Veranstaltung einbezogen.
Im Jahr des 80. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus erinnerte die Stadt Rees gemeinsam mit ihren Partnern Comité Leefbaarheid Megchelen, Stichting De Moezeköttel, Arbeitsgruppe Opdat Wij Niet Vergeten, Oudheidkundige Vereniging Gemeente Gendringen, Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V., sowie dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees e.V.an die Bedeutung von Freiheit und gemeinsamer Geschichte. Erstmals seit 80 Jahren wurde ein grenzüberschreitendes, vielfältiges Programm für alle Generationen entwickelt. Vom 26. Januar bis 8. Mai 2025 fanden 17 kostenfreie Veranstaltungen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet statt, darunter Gedenkfeiern, kulturelle Angebote wie Film- und Buchvorführungen, Ausstellungen, Workshops, Ausstellungen und Exkursionen. Ziel war es, das historische Bewusstsein zu stärken und die grenzüberschreitenden Kontakte besonders vor dem Hintergrund aktueller weltpolitischer Entwicklungen zu vertiefen.
Am 29.11.2025 feierten zehn Kurzfilme von Schülerinnen und Schülern der Q2 der Gesamtschule Am Lauerhaas ihre Weltpremiere beim 8. Niederrhein Filmfestival. Unter der Anleitung des Regisseurs Zuniel Kim setzten sie Szenen aus dem Buch „Die Tänzerin von Auschwitz“ von Paul Glaser filmisch um, inspiriert von der Lebensgeschichte von Roosje Glaser. Das Projekt vertiefte eine langjährige Kooperation zwischen Schule, Festival und Paul Glaser. Die Filme verbinden historische Ereignisse mit modernen, experimentellen Bild- und Tonkonzepten und thematisieren insbesondere Überleben und Demokratiebildung. In der anschließenden Diskussion wurde betont, wie aktuell diese Themen heute sind. Die filmischen Umsetzungen waren vielfältig und reichten von historischem Material bis zu persönlichen, modernen Aufnahmen der Jugendlichen. Paul Glaser unterstrich zum Abschluss die Bedeutung, diese Filme weiter zu zeigen und die Geschichte weiterzuerzählen.
In den Jahren 2029-2030 wird die Euregio Rhein-Waal sicher wieder im Zuge der 85-jährigen Befreiung eine vergleichbare Initiative in die Wege leiten. Grundsätzlich sind grenzübergreifende Aktivitäten immer willkommen. Für weitere Fragen zum Projekt oder Fördermöglichkeiten im Rahmen des Kleinprojektefonds steht Ihnen Frau Arntz gerne zur Verfügung. Nähere Informationen finden Sie unter www.euregio.org.
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