Vom Abfallstrom zum nachhaltigen Rohstoff
Das Projekt imPHAct! konzentriert sich auf die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Wertschöpfungskette für Biokunststoffe. Kunststoffe gehören zu den am häufigsten verwendeten Materialien in Europa, doch ihre Herstellung ist nach wie vor stark von fossilen Rohstoffen und Importen aus anderen Kontinenten abhängig. Um hier Abhilfe zu schaffen, will imPHAct! neue Technologien zur Herstellung von Biokunststoff (PHA) aus organischen Restströmen des Agrar- und Lebensmittelsektors erforschen und entwickeln.
Die deutsch-niederländische Grenzregion verfügt über eine lange Tradition in der Kunststoffindustrie und einen umfangreichen Agrar- und Lebensmittelsektor mit organischen Restströmen. Durch die Verwertung dieser Restströme werden ehemalige Abfallströme der lebensmittelverarbeitenden Industrie zu wertvollen Rohstoffen für nachhaltige Produkte. Die acht Projektpartner arbeiten an der Optimierung des Prozesses, an KI-gestützten Modellen zur Steuerung und Kontrolle der Produktion sowie an der weiteren Skalierung der Technologie. Mit einer Investition von 2,1 Millionen Euro liefert das Projekt einen Beitrag zur Vorreiterrolle bei der Herstellung von Biokunststoffen in Europa ein.
Kreislauforientierte Sanierung für energieeffizientere Gebäude
Während sich imPHAct! auf nachhaltige Materialien konzentriert, legt WINNOVATE den Schwerpunkt auf bereits bestehende Gebäude. Die geringe Energieeffizienz der eingebauten Fenster in Bestandsgebäuden stellt ein großes Problem dar. Die Fenster entsprechen oft nicht den aktuellen Standards und tragen somit zu einem hohen Energieverbrauch bei. Um diesen zu senken und gleichzeitig negative Klimaauswirkungen zu verringern, entwickelt WINNOVATE innovative Lösungen für die zirkuläre Fenstersanierung.
Die sieben Projektpartner arbeiten an einem Produktionsverfahren, bei dem bestehende Glasscheiben wiederverwendet und mit neuen, hochwertigen Beschichtungen versehen werden. Darüber hinaus werden intelligente Fensterfolien entwickelt, die im Winter Sonnenwärme nutzen und im Sommer diese fernhalten. Dadurch können Gebäude energieeffizienter gestaltet werden, ohne dass bestehende Fenster komplett ausgetauscht werden müssen.
Die neuen Produkte werden nicht nur entwickelt, sondern auch von regionalen Endnutzern in der Praxis getestet. Damit trägt das Projekt zu nachhaltigen Sanierungen bei, die schneller, kosteneffizienter und ressourcenschonender durchgeführt werden können. In das Projekt werden 1,4 Millionen Euro investiert.
Das Förderprogramm Interreg Deutschland-Nederland fördert die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Partnern in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Die Projekte werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch nationale und regionale Kofinanzierung und Eigenbeiträge der beteiligten Projektpartner finanziert.